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Meine Vor -und Nachteile vom mFT-Format bzw. der OM-D EM-1

Da ich Mitte 2015 von Canon-Vollformat (5DIII) überzeugt zu einer Olympus OM-D E-M1 umgestiegen bin und mittlerweile wieder mit Vollformat fotografiere, möchte ich hier meine persönlichen Vor -und Nachteile des Micro Four Third Formates beschreiben.

Zur E-M1 hatte ich die 3 M.Zuiko-Pro Optiken 7-14mm, 12-40mm und 40-150mm, alles mit durchgängiger 2.8er Blende. Dazu noch den originalen Batteriegriff. Meine folgenden Punkte beziehen sich auf diese Kombi.
Dass vielleicht der ein oder andere Punkt mit der EM-1 II anders aussehen würde, ist mir schon bewusst, ich habe jedoch knapp 1,5 Jahre mit der ersten Version der EM-1 fotografiert und kann deshalb auch nur speziell über diese Kamera schreiben.

Vorteile

  • Leichtgewicht
  • klein und handlich
  • mit Batteriegriff auch für das 40-150er griffig
  • Hervorragender Bildstabi im Gehäuse
  • Belichtungssimulation im Sucher - weil spiegellos

Nachteile

  • High ISO
  • Akkuverbrauch
  • Freistellungsmöglichkeiten
  • Autofokus bei schnellen Szenen mit wechselnden Lichtbedingungen
  • kein Schulterdisplay

Etwas ausführlicher:

 

Die EM-1 ist für mich die ideale Immer-Dabei und Reisekamera, sie ist wahnsinnig klein und leicht, was sich jedoch mit den M.Zuiko-Pro Objektiven wieder ein wenig relativiert. Da sie so klein ist, habe ich für das Handling des großen 40-150er 2.8 Objektiv jedoch unbedingt den Batteriegriff benötigt, sonst konnte ich das Gespann nicht sicher halten. 
Der bildstabilisierte Sensor ist herausragend, mithilfe dessen konnte ich in vielen Situationen die ISO schön weit unten halten, was auch wichtig ist - mehr dazu unten. 
Auch die Belichtungssimulation im Sucher konnte überzeugen, hier ist wirklich "what you see ist what you get" angesagt. 

Gerade die High ISO Fähigkeiten, der Akkuverbrauch (besonders auf Reisen) und der C-AF bei schnelleren Szenen / wechselnden Lichtbedingungen sind die größten Negativpunkte der E-M1, welche mir besonders aufgefallen sind. 

Ab ISO 1600 aufwärts hatte ich schon sichtbares Rauschen in den Bildern, bei ISO 3200 wird es schon kritisch und auffällig störend. 

Auch der Stromverbrauch ist eine Klasse für sich, wenn man vorher eine DSLR gewöhnt war. Da fragt man sich echt, wo saugt denn das kleine Ding den Strom hin?! Dazu gesellt sich die leider sehr ungenaue Batterieanzeige, die gerne mal von 3/4 voll auf fast leer springt. Jedoch mit einem zweiten, dritten Akku in der Hosentasche lässt sich einigermaßen damit leben. 

Den letzten Nerv raubte mir jedoch der Autofokus im Jahr 2016 auf der Airpower in Zeltweg. Bestes Wetter, heißer, sonniger Sommertag mit immer wieder durchziehenden Wolken. Wer die Airpower kennt, weiß, dass man wenn die Flugzeuge tief genug fliegen, auch bewaldete Berge als Hintergrund beim Fotografieren hat. Hier tat sich der C-AF egal in welchem Modus (Einzelfeld, Gruppe oder Tracking) extreeem schwer sein Ziel zu finden bzw. den AF nachzuführen, wenn er denn mal scharfgestellt hatte. Gleiches Spiel auch bei durchziehenden Wolken. Einzig vor absolut blauem Himmel hat der Autofokus einwandfrei, treffsicher und schnell funktioniert. An diesem Tag war ich schon eher frustriert. 

 

Daher hieß es für mich sehr bald nach dem Erhalt der D750 tschüss E-M1 und Micro Four Thirds. Dank der kompakten Bauweise der D750 und dem relativ geringen Gewicht in der Kombi mit einem 35mm F1.8 Objektiv habe ich mich nun wieder in eine Vollformatkamera verliebt ;-)


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Daniel Sinn

Privatpilot - Fotografie - Modellbau

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